Arbeiten mit Fotografie 2018-03-20T09:12:38+00:00

anwesende abwesenheit // fotografie

"Das Zeichen, so sagt man gewöhnlich, setzt sich an die Stelle der Sache selbst, der gegenwärtigen Sache, wobei ›Sache‹ hier sowohl für die Bedeutung als auch für den Referenten gilt. Das Zeichen stellt das Gegenwärtige in seiner Abwesenheit dar. Es nimmt dessen Stelle ein. Wenn wir die Sache, sagen wir das Gegenwärtige, das gegenwärtig Seiende, nicht fassen oder zeigen können, wenn das Gegenwärtige nicht anwesend ist, bezeichnen wir, gehen wir über den Umweg des Zeichens. Wir empfangen oder senden Zeichen. Wir geben Zeichen. Das Zeichen wäre also die aufgeschobene (différée) Gegenwart."

e – heritage // projektmitarbeit

Das institut bild.medien der Hochschule Düsseldorf und die Stiftung imai haben im März 2018 ein Kooperationsprojekt begonnen, um eine zeitgemäße Online-Präsentation für die Videokunstsammlung der Stiftung imai zu entwickeln. Im Vordergrund des Projekts „Video Online-Archiv – erschließen / präsentieren / kommunizieren. Erschließung und Indexierung von Bewegtbilddaten der Stiftung imai“ stehen die fachwissenschaftliche Bearbeitung und die darauf aufbauende digitale Zugänglichkeit der Videokunstwerke.

Das Haus an der Strasse // fotografie // buchprojekt

Das Haus als Fels in der Brandung der Geschichte, es steht unbeeindruckt von politischen und gesellschaftlichen Änderungen an seinem festen Platz. Es wurde nur an einigen Stellen etwas aufgehübscht. Es wird wahrscheinlich noch stehen, wenn wir nicht mehr sind. Es gibt auch den Aspekt des Hauses an sich. Ein Haus hat eine Grenze, nach Innen und nach Außen. Es gibt das Nachbarhaus – in dem übrigens die gleiche Schrankwand steht und die gleiche Stubenlampe hängt. Sozialistische Planwirtschaft der achtziger Jahre eben.

33 Tage // fotografie // ausstellung

33 Tage lang immer zur gleichen Uhrzeit sich zum gleichen Ort begeben und immer das gleiche fotografieren. Nur Schärfe und Blende wurden verändert. Dadurch ist eine Serie aus 33 Bildern entstanden, die das Wechselspiel von Nähe und Distanz während des Wahrnehmungsprozesses untersucht. Es entstand eine lyrische und konzeptionelle Arbeit, die, die Frage nach Betrachtung und Anschauung stellt: die Metapher der Insel als Ort des Rückzug und Selbstfindung.

image of the day // fotografie

Jeden Tag ein Bild. Ein Bild von einem Tag. Ein Tag von einem Bild. Wie lang kann man sich an diese Bilder erinnern? kaum . . . wenn man sie nicht festhält, sobald man sie sieht. Festhalten, ein Bild festhalten. Ich halte pro Tag ein Bild fest. Nur eins. Eher mehrere, dann wähle ich eins aus, an das ich mich erinnern will. Was passiert mit den anderen Bildern des Tages? Wo gehen sie hin? Geblickt und vergessen. Oder verlegt.

PORTRAIT // FOTOGRAFIE Juan Francisco Castro Gutierrez ist 1973 in Lima geboren. Mit einer Buchinterpretation des Prélude à l’après-midi d’un faune von Claude Debussy schloss er 2008 sein Diplomstudium im Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Düsseldorf ab. Im Anschluss widmete er sich im Zuge eines Master-Studiums der Untersuchung von Klang und Papier. Im Februar 2011 absolvierter er erfolgreich den Master of Arts mit Territorial Orpheus/Movement I-VII/the sound of paper. Seit 2008 lebt und arbeitet Castro in Köln als Kommunikationsdesigner hauptsächlich als Gestalter von Büchern.

Private Matter – comtemporary photographic positions to the private space in the times of data protection and facebook // fotografie // ausstellung

Privat bezeichnet Gegenstände, Bereiche und Angelegenheiten, die nicht mehr der Allgemeinheit gehören bzw. offenstehen, sondern nur einer einzelnen Person oder einer eingegrenzten Gruppe von Personen, die untereinander in einem intimen bzw. einem Vertrauensverhältnis stehen. Das was privat und was öffentlich ist, unterliegt dabei einem ständigen Wandel, der vom Zeitgeist und dem gesellschaftlichen und kulturellem Umfeld der einzelnen Personen abhängt. Künstler setzen sich immer häufiger mit ihrem eigenen Leben, ihrer Familie, ihren Freunden, ihrer Wahrnehmung, ihren Wünschen und Ängsten auseinander und schaffen damit einzigartige Spiegelbilder ihres Empfindens und ihrer Befindlichkeit. Mit ihren Berichten aus dem persönlichen Umfeld tragen sie erkenntnisreiche Innensichten von Privaträumen in die Öffentlichkeit und geben der Gesellschaft damit wichtige Impulse der Liberalisierung und Akzeptanz von Unbekanntem. Andere Fotografen beziehen kritisch Position zu den Gefahren eines Mißbrauchs von persönlichen Daten, Bildern und Meinungsäußerungen und einer um sich greifenden Überwachungsmentalität.

AUSSTELLUNG // PORJEKT // FOTOGRAFIE images against walls // On November 9, 1989 the Berlin Wall came down and in 1989 the Iron Curtain fell. But there are still existing border walls and more in construction... USA/Mexico - Israel/Palestine - North/South Korea - Gaza/Egypt - Ceuta/Morocco... Curator and organization: Tina Schelhorn, Cologne, Germany

Dieter F. // fotografie

Blindsein beschreibt im Allgemeinen einen Zustand des Mangels. Es ist die nicht gegebene Möglichkeit etwas sehen zu können. Es ist eine Behinderung im Wahrnehmen, eines oder beider Augen. Blind sein bedeutet Mangel an Wahrnehmung, Mangel etwas sehen, wie gleichsam etwas erkennen zu können. Blind sein bedeutet aber auch, die Gabe zu besitzen Dinge anders sehen zu können, auf eine andere Art und Weise Dinge wahrzunehmen. Die alltägliche, ununterbrochene Flut an zu Erblickendem, die das Auge trifft, fällt weg. Das Blicken nach Außen kehrt sich um, zu Gunsten eines nach Innen.

Titan // fotografie

"Es kommt vor, daß etwa ein wirklicher Hund als Schatten seines Herrn dargestellt wird; oder umgekehrt der Schatten des Mannes eine autonome und unbestimmte Tierexistenz annimmt. Der Schatten entflieht dem Körper als ein Tier, das in uns wohnt."

4 Sammler 4 Räume // fotografie // ausstellung

1967 eröffnete der damals neu berufene Leiter Johannes Cladders im Städtischen Museum Mönchengladbach an der Bismarckstrasse eine große Ausstellung zu Joseph Beuys. Dies war der Auftakt zu einem erfolgreichen und richtungsweisenden Ausstellungsprogramm, dem sich Cladders verschrieben hatte. Bis 1978 zeigte Cladders Ausstellungen von später namhaften Künstlern wie Carl Andre oder Hans Hollein, Blinky Palermo oder Gerhard Richter, die heute zu den wichtigsten Protagonisten der jüngeren Kunstgeschichte zählen.

AUSSTELLUNG // PORJEKT // FOTOGRAFIE // images against walls // Bilder gegen den Krieg - Freunde, Fotografen und Künstler, die in den letzten 17 Jahren in der Galerie Lichtblick und 10 Jahre Int. Fototage Herten und Freunde von Festivals in Arles, Houston, Perpignan, Plovdiv, Portland, Rotterdam wurden von der Galerie Lichtblick eingeladen, ihr visuelles Statement gegen den Krieg abzugeben.

PORTRAIT // FOTOGRAFIE Ronny _ Musiker Porträt aus der Langzeitserie Scandal Town

Berlin Berlin // fotografie

4. November 1989 - Berlin Ost 14.00 Uhr Der Schriftsteller Christof Hein spricht auf der Alexanderplatz Demonstration - Sie war die größte nicht staatlich gelenkte Demonstration in der Geschichte der DDR. Sie fand am 4. November 1989 in Ost-Berlin statt und war die erste offiziell genehmigte Demonstration in der DDR, die nicht vom Machtapparat ausgerichtet wurde. Die Demonstration auf dem Alexanderplatz, die von Mitarbeitern mehrerer Ost-Berliner Theater organisiert wurden, richteten sich gegen Gewalt und für verfassungsmäßige Rechte sowie Presse-,  Meinungs-  und  Versammlungsfreiheit. Quelle: wikipedia. Unter www.dhm.de/archiv/ausstellungen/4november1989/hein.html ist Christof Heins Rede nachlesbar.