Historische und zeitgenössische Perspektiven weiblichen Lebens
Zum Ende des 19. Jahrhunderts zeichnete sich in den damaligen Städten Rheydt und M.Gladbach ein bemerkenswertes Phänomen ab, so lässt es sich den Verwaltungsberichten der beiden Gemeinden entnehmen. Als eine Folge der industriell bedingten Zuwanderung wuchs die weibliche Bevölkerung auf dem Gebiet des heutigen Mönchengladbach stetig an und ließ den männlichen Bevölkerungsanteil bald hinter sich. Die M.Gladbacher Chronist*innen erfassten 1875 sogar um 32 Prozent mehr Frauen als Männer in ihrer Kommune. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache – Mönchengladbach, das sich in diesen Jahren von „einer kleinen Landstadt“ zum „Manchester am Niederrhein“ mauserte, entwickelte sich zu einer Stadt, in der weibliches Leben unübersehbar war. Junge Frauen, die in den Textilfabriken Arbeit fanden, bevölkerten die Straßen. Die Geschichte der Stadt Mönchengladbach ist eng mit der Textilindustrie verbunden und somit sind Leben und Wirken dieser, uns voran gegangenen Mönchengladbacherinnen, wichtige Säulen, auf denen sich unsere gegenwärtige Stadt stützen kann. Und doch spielen die Textilarbeiterinnen in unserer Erinnerungskultur nur eine untergeordnete Rolle.
ausstellung
Parallel zum Atelierparcours zeigen wir unter dem Titel „OFFEN“ eine gemeinsame Ausstellung in der ehemaligen Albertuskirche – kurz bevor der Raum zum Treffpunkt für obdachlose Menschen wird. Mit Arbeiten von Klaus Schmidt, Thomas Hoffmann, Christiane Behr, Wolfgang Hahn und Kathrin Tillmanns.
ausstellung altes museum
VON ZWEI ORTEN In einer Zeit, geprägt von Feindseligkeiten und Ausgrenzung gegenüber dem scheinbar "Fremden", propagiert die von Mönchengladbacher Künstler_innen initiierte Ausstellung Zusammenhalt und Vernetzung. Statt sich voneinander zu distanzieren, setzt die Ausstellung ein Zeichen für gemeinsames Arbeiten und Wirken. Hier treffen sich Menschen mit verscheidenen geografischen und kulturellen Hintergründen, sowie unterschiedlichen Standpunkten.
ausstellung berufsverband bildender künstler_innen
Der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler BBK vertritt die beruflichen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Interessen von professionell tätigen Künstlerinnen und Künstlern. Aufgabe des BBK ist es, die Rahmenbedingungen für künstlerische Berufe, die in der Innen-, Finanz-, Rechts- und Außenpolitik der Bundesrepublik bestimmt werden, im Sinne seiner Mitglieder zu verbessern. So war beispielsweise der BBK in den siebziger Jahren - gemeinsam mit der Gewerkschaft IG Medien - maßgeblich an der Einrichtung der Künstlersozialkasse beteiligt, die dann 1983 eingeführt wurde. Diese soziale Absicherung für freiberuflich tätige KünstlerInnen ist nach wie vor einmalig in Europa und der Verband setzt sich weiterhin für den Erhalt der Sozialversicherung ein - gegen die Bestrebungen verschiedener Seiten, sie wieder abzuschaffen. Auch Kunst am Bau bei den Bauvorhaben des Bundes ist ein wichtiges Thema des BBK auf Bundesebene. Im Jahr 2024 besteht der Berufsverband bildender Künstlerinnen und Künstler Niederrhein 50 Jahre. Aus diesem Anlass findet im Museum Kevelaer eine kuratierte Ausstellung statt. Kathrin Tillmanns ist seit längerer Zeit aktives Mitglied im Berufsverband BBK und mit einer großen Arbeit an dieser Ausstellung beteiligt.
carl brandts haus // ge-schichten eines ortes // kunst am bau
Im Jahr 1926 wurde der Stadt Mönchengladbach in Form einer Schenkung das Grundstück der heutigen Zentralbiblikothek mit einem damals „plaisartigen Gebäude am Kaiserplatz“ durch Reinhold Brandts, Sohn von Carl und Clara Brandts im Andenken an seine Eltern der Stadt Mönchengladbach vermacht. „…wobei die Verpflichtung übernommen wird, es unter Beachtung der durch den Schenkungsvertrag vom 17. März 1926 festgelegten Auflagen als „Karl Brandts Haus“ zur würdigen Unterbringung der Stadt-Bibliothek, sowie zu Archiv- und Museumszwecken zu verwenden und zu erhalten.“
publikation // bmbf projekt
Das institut bild.medien der Hochschule Düsseldorf und die Stiftung imai haben im März 2020 ein Kooperationsprojekt erfolgreich abgeschlossen, um eine zeitgemäße Online-Präsentation für die Videokunstsammlung der Stiftung imai zu entwickeln. Im Vordergrund des Projekts standen die fachwissenschaftliche Bearbeitung und die darauf aufbauende digitale Zugänglichkeit der Videokunstwerke. Hierzu erschien die Publikation „Video Online-Archiv – erschließen / präsentieren / kommunizieren. Erschließung und Indexierung von Bewegtbilddaten der Stiftung imai“ Hg. Stefan Asmus, Reiner Nachtwey, Kathrin Tillmanns.
workshop // videokunstarchiv
Forscherinnen aus Berlin und Wien zu Gast – Im Dezember empfing das institut bild.medien, PBSA, Fachbereich Design, Forscherinnen der Österreichischen Galerie Belvedere - Wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts aus Wien sowie dem Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz Berlin.
electronic media + visual arts // conference
Glaubwürdigkeit und Einzigartigkeit sind die identitätsstiftende Währung des kulturellen Erbes. Die Sprache der Objekte und die Aura materieller Präsenz konstituieren den Erfahrungsraum, der dem kollektiven Gedächtnis Substanz und Intensität sichert. Im Hier und Jetzt der Museen, Bibliotheken, Archive und Konzertsäle entfaltet sich Kultur vor allem als ein Grundvertrauen in die Realpräsenz der Dinge und in die Autorität körperlich sinnlicher Wahrnehmung. Die Konvergenz virtueller und materieller Sphären bringt Bewegung in dieses Paradigma. Dr. Kathrin Tillmanns und Lara Perski stellen das am institut bild.medien laufende Projekt erschließen / präsentieren / kommunizieren: Videokunst der Stiftung imai im Netz vor.
digitales bewegtbild // zwischen oral history und videokunst
Auf der diesjährigen MAI-Tagung „Museums and the Internet“, organisiert vom Landschaftsverband Rheinland, stellen die Stiftung imai und das institut bild.medien (Hochschule Düsseldorf) ihr derzeitiges Kooperationsprojekt vor.
poetryfilm // kolloqium // screening
Können wir die Poesiefilmproduktion in Deutschland verstärken, Neugier schüren, Expertisen ausbauen? Beim Kolloquium werfen wir einen Blick auf die Perspektiven des Genres gestern, heute und morgen und ihre Anbindung an Fernsehen und neue Medien.
e – heritage // projektmitarbeit
Das institut bild.medien der Hochschule Düsseldorf und die Stiftung imai haben im März 2018 ein Kooperationsprojekt begonnen, um eine zeitgemäße Online-Präsentation für die Videokunstsammlung der Stiftung imai zu entwickeln. Im Vordergrund des Projekts „Video Online-Archiv – erschließen / präsentieren / kommunizieren. Erschließung und Indexierung von Bewegtbilddaten der Stiftung imai“ stehen die fachwissenschaftliche Bearbeitung und die darauf aufbauende digitale Zugänglichkeit der Videokunstwerke.
im Schatten die Bilder – Reiner Nachtwey // bildlektorat
Das Buch „im Schatten die Bilder“ von Reiner Nachtwey gibt Einblicke in einen offenen, zeichnerischen Werkkomplex, der seit 2010 entstanden ist. Ausgangspunkt der künstlerischen Arbeit waren drei sehr alltägliche, beiläufige Dinge und Situationen: ein Smartphone in meiner Hosentasche, seine alltägliche Gegenwärtigkeit und seine Möglichkeiten zu einer zeichnerischen Nutzung meine Liebe zu Zeitungen, digitalen Newsmedien und deren photografischer Blick in die Welt und eine einfache Regel: Jeden Tag eine ‚gültige’ Zeichnung mit Smartphone, Finger und gefundenen Pressefotografien machen. Das vorliegende Buch ist eine bestimmte Präsentationsform für eine Auswahl der seit 2010 entstandenen Bilder. Annähernd 400 ‚Smartphonefingerzeichnungen‘ die allesamt den Charakter von Holzschnitten zu haben scheinen, erzählen aus dem Schatten der Zeit. Nicht linear im Sinne eines traditionellen Erzählens, sondern brüchig und divergent reflektieren sie nicht nur die Zeit ihres Entstehens, sondern auch von meinem Mißtrauen mit Bildern zu erzählen. Ihr Modus ist ja nicht der des Zählens, des Er-zählens sondern der des Zeigens, des Vor-zeigens.
Creating Space // begleitung
Dokumentation zum Lehr- und Forschungsprojekt Creating-Space am institut bild.medien. Unter dem Titel "Creating-Space" bespielten Studierende des Fachbereichs Design unter Leitung der Professoren Dr. Reiner Nachtwey und Dr. Stefan Asmus und des instituts bild.medien die Medienfassade des Sparda-Carré am Hauptbahnhof in Bonn. Über einen Zeitraum von fünf Jahren bestimmten filmische Lichtkunstwerke den Ort sowie die vorübereilenden Passanten in einer ganz besonderen Eigenheit.
Medienästhetik des Schattens – Kathrin Tillmanns // publikation
Der menschliche Schatten im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit – Grundlage der Untersuchung von Kathrin Tillmanns – bildet die artifizielle Präsenz des Schattens in ausgewählten Artefakten der visuellen und performativen Künste des 20. und 21. Jahrhunderts. Der Fokus richtet sich hierbei auf künstlerische Formen des Ausdrucks innerhalb der Bereiche Fotografie, Video, Tanz und Relational Architecture. Die Studie zeigt, dass der Schatten des menschlichen Körpers nicht mehr einzig als ästhetische, poetische Erscheinung zu fassen ist, sondern vielmehr als Teil eines Gefüges, welches zwischen medientechnologischen Ästhetisierungen, sozialen Verhaltensweisen und nicht zuletzt der Glaubwürdigkeit möglicher Bilder diffundiert. Das Forschungsprojekt untersucht den Schatten in bestimmten Formen seiner ästhetischen Erscheinung, wie die Besonderheiten seiner relationalen Bedingungen und die seines relationalen Gefüges. Grundlage der Untersuchung bildet die artifizielle Präsenz des Schattens in ausgewählten Artefakten der visuellen und performativen Künste des 20. und 21. Jahrhunderts.
Brian Eno – Videopaintings // ausstellung // vortrag // publikation
Die Stiftung imai, das institut bild.medien (HSD) und die Electri_City Conference haben sich zusammengetan, um im Herbst 2018 das musikalische und künstlerische Schaffen von Brian Eno in Düsseldorf vorzustellen. Als Musiker und Musikproduzent hat Brian Eno die Entwicklung der Popmusik und der elektronischen Musik von den 1970er Jahren bis heute massgeblich mitbestimmt und den Musikstil des „Ambient“ geprägt. Bekannt wurde er als Mitglied der Band Roxy Music und legendär sind seine Kooperationen mit David Bowie, den Talking Heads und U2. Als bildender Künstler ist Brian Eno an dem Prinzip der „Visual Music“ interessiert und hat seit den 1980er Jahren multimediale Installationen in diesem Bereich geschaffen. Zentrale Arbeiten werden in der Ausstellung „Brian Eno. Video Paintings“ im KIT – Kunst im Tunnel zu sehen sein. Gezeigt werden Arbeiten des Künstlers aus den Jahren 1981 – 2017. Kuratorisch wird die Ausstellung von Dr. Renate Buschmann (imai) und Dr. Kathrin Tillmanns (institut bild.medien) erarbeitet.
Forschungsprojekt Schatten
Abschluss des Forschungsprojektes "Medienästhetik des Schattens: Zur Neubestimmung des Mensch-Technik-Verhältnisses im digitalen Zeitalter" Kathrin Tillmanns erhielt von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf für diese Arbeit den Titel Dr. phil. verliehen. Die Promotionsurkunde wurde durch den amtierenden Dekan der Philosophischen Fakultät Univ.-Prof. Dr. Ulrich Rosar im feierlichen Rahmen überreicht.
Aus Lehre und Forschung // publikation // beitrag
Bilder und Filmstills zum Thema Schatten | Prof. Gerhard Vormwald, Dipl.-Des. Kathrin Tillmanns Kommunikationsdesign bildet den größten Studiengang im Rahmen des traditionsreichen Designstudiums am Fachbereich Design der FH Düsseldorf. ALUF 1 dokumentiert die Bandbreite der angewandten Gestaltung aus Lehre und Forschung.
Ideen. Das Buch Le Grand von Heinrich Heine // ausstellung // seminar // publikation
Zwei Semester forschten Studierende an der Fakultät Design der Hochschule Düsseldorf unter der Leitung von Professorin Irmgard Sonnen und Dr. Kathrin Tillmanns mit einer umfassenden Recherche und Neugestaltung zu »Ideen. Das Buch Le Grand« von Heinrich Heine. Die Ergebnisse wurden in einer Ausstellung vom 16.10.2016 – 22.01.2017 im Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf der Öffentlichkeit präsentiert.
Vormwald und Schüler // ausstellung // publikation
Gerhard Vormwald war von 1999-2013 an der FH Düsseldorf/Fachbereich Design als Professor für Fotografie/interdisziplinäre Bildkonzepte tätig. Die Ausstellung "Vormwald und Schüler 1999-2013" zeigt, neben Auszügen aus Vormwalds reichhaltigem Werk, Arbeiten von noch Studierenden, sowie bereits erfolgreichen Absolventen des Studiengangs Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Fotografie.
Gerhard Vormwald – Photos! // publikation // beitrag
Nur Nachträgliches zum Psalm 08/15 Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten und jede Bewegung provoziert eine Gegenbewegung. Zeit ist die beste Freundin und ehrlich fährt am längsten. So ist das Leben, sagt das Huhn, denn wo gepopelt wird da fallen Pläne und wer viel macht, macht viel verkehrt. Also: erkenne dich selbst und hüte Deinen Nächsten wie Dich selbst, denn niemand ist Deines Glückes Schmied, sowie auch der ›Herr‹ niemals dein Hüter sein kann. Der langen Rede Schwacher Sinn: »Selig sind die bekloppten, denn sie brauchen keinen Hammer mehr« — oder aber! »Adler besinne dich deiner Flügel, sonst wirst du immer mit den Hühnern im Dreck scharren!« G.V., Paris, 1986
Dieter Fuder // publikation // beitrag // fotografie
Unter der Leitung von Prof.in h.c. Irmgard Sonnen erforschten Studierende des Fachbereichs Design über den Zeitraum von zwei Semestern das Leben und Werk des 2011 verstorbenen Dieter Fuder, der seit 1979 an der damaligen Fachhochschule Düsseldorf Designtheorie und Medienwissenschaft lehrte. Kathrin Tillmanns bot in diesem Zusammenhang ein fotografisches Seminar zum Text "Glasmagie" von Dr. Fuder an. Für die Publikation entwickelte sie ein fotografisches Essay über Dieter Fuder, an Orten seines Handelns, seines Lebensmittelpunktes sowie anhand von Texten, die ihm wichtige Partner waren.
„In Plural“ // ausstellung // katalog
Die Publikation gibt Einblick in die Lehre von Prof. Gerhard Vormwald an der Hochschule Düsseldorf aus den Jahren 2001-2006. Die limitierte Mappe 250 Stk. enthält 70 Blätter von Studierenden, die in den Jahren 2001-2006 von ihm bei ihrer gestalterischen Arbeit begleitet wurden. Kathrin Tillmanns ist dort mit mehreren Arbeiten vertreten.
SCHATTEN // vortrag
Die Designerin und Wissenschaftlerin Kathrin Tillmanns stellt ein Thema vor, über das man gewöhnlicher weise nur selten nachdenkt: den Schatten. Anlässlich des Projekts E N D von Gregor Schneider ist das Phänomen am Museum Abteiberg hochaktuell. Umso interessanter wird es sein, von den interdisziplinären Studien der in Mönchengladbach lebenden Referentin zu erfahren.
„lebens(ver)läufe“ // projektmitarbeit
projektmitarbeit // bundesweites projekt des bundesministerium für familie, senioren, frauen und jugend - gemeinsam gegen gewalt und rechtsextremismus teilprojekt: entimon – „wo ist zu hause, mama?“ „jedes kind muss einen namen haben. unserem „kind“ gaben wir den namen „wo ist zu hause, mama?“ und machten den namen zum programm – zu einem radio(programm)projekt. mit der einwanderung von „gastarbeitern / gastarbeiterinnen“ zwischen 1955 und 1973 und der seit 1989 sprunghaft angestiegenen anzahl einreisender aussiedler und aussiedlerinnen aus osteuropa haben [...]






















